Schnelltriebzüge

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3 teilig 
Re 501/502 / Epoche IIc der SBB (Tatzelwurm)

Wenige Restexemplare sind solange Vorrat mit kurzer Wartefrist lieferbar. Preise ab Fr. 2 890.--

Die Inbetriebnahme des Zuges Re 8/12 502 erfolgte am 8. Oktober 1937. Am 1.12 wurde eine ausgedehnte Pressefahrt St. Gallen-Genf-Lausanne-Basel-Zürich-Lausanne durchgeführt. Die betriebliche Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h führte dazu, dass in der Erprobung Abtast- fahrten mit höheren Geschwindigkeiten durchgeführt werden konnten. Diese Fahrten wurden auf ausgewählten Strecken mit Zugsicherung von mehreren freien Blockstrecken durchgeführt
Die Marke von 200 km/h wurde dabei fast erreicht.

Die Inbetriebnahme des zweiten Zuges Nr. 501 erfolgte erst am 17. Februar 1938. Damit konnte man Aenderungen und Nacharbeiten, die sich aus dem Probebetrieb des Zuges 502 ergaben, noch ausführen.

Auf den Fahrplanwechsel Mai 1938 war vorgesehen, die 2 Triebzüge im Städteschnellzug- verkehr für die Zugspaare 5/6 und 27/24 Genf-Zürich-Genf einzusetzen. Die Züge sollten auch das neue Schnellzugpaar 210 210/215 Basel-Lausanne-Basel übernehmen. Dies scheiterte daran, dass in den Zügen 6 und 24 Zürich-Genf das beschränkte Platzangebot nicht ausreichte. Für den Zug 210 wurde von der PTT das Mitführen eines Postwagens verlangt, was aus technischen Gründen nicht möglich war. Für den gleichen Zug gab es auch das Begehren nach einer Verpflegungsmöglichkeit. Deshalb wurde für den einen Zug einen Schnellzugumlauf eingerichtet. Dieser umfasste folgende Strecken:
Rorschach-Bern-Biel-Bern-Basel-Bern-Rorschach. Mit dem anderen Zug wurden regelmässig Gesellschaftsfahrten Bodensee - Tessin durchgeführt.
Die Triebzüge waren beim Publikum sehr schnell beliebt. Das bald zu geringe Platzangebot im 3teiligen Zug führte dazu, dass gewisse Kurse aber wieder als lokbespannte Züge geführt werden mussten.

Die Erfahrungen aus der ersten Betriebsphase führten dazu, dass die Generaldirektion der SBB die Züge für den Planverkehr als „nur beschränkt geeignet“ erachtete und dem Verwaltungsrat empfahl, keine weiteren Triebfahrzeuge dieser Art zu beschaffen.

Beim Brand des Depots Rorschach im Jahre 1939 wurde der dort abgestellte, erst 2 Jahre alte Zug 501 dermassen stark beschädigt, dass einer der beiden Triebköpfe abgebrochen werden musste. Man verzichtete auf einen Neubau dieser Komponente, sondern baute den Mittel-wagen in einen Steuerwagen um. So kam er im Jahre 1941 als Zweiwagenzug Re 4/8 311 wieder in Betrieb und wurde dem Depot Lausanne zugeteilt. Er wurde nun im Jura eingesetzt, besonders auf der Strecke Neuenburg-Les Verrières. Diese war seit dem 22.11.1942 elektrifiziert. Im Mai 1945 betrug die Tagesleistung des Zuges 522 km. Diese führte über die Strecken Lausanne-Neuenburg-Les Verrières-Bern-Neuenburg-Lausanne.
1947 wurden nur noch Personenzüge auf der Strecke Lausanne-Neuenburg-Les Verrières geführt. Die Tagesleistung ging dabei auf 355 km zurück.

1948 kamen je ein Personenzugpaar Lausanne-Vallorbe und Neuenburg-Travers-Buttes (RVT) dazu. Die Tagesleistung erhöhte sich auf 420 km. Diese entfielen jedoch bereits 2 Jahre später schon wieder.

1956 wurde die SNCF Strecke Les Verrières-Pontarlier mit 15 000 V 16 2/3 Hz elektrifiziert. Der RABFe 4/8 671 war dann auch auf dieser Strecke anzutreffen.

Im letzten Betriebjahr (1961/1962) führte der RABFe 4/8 1031 montags bis freitags Personen- züge auf der Linie Lausanne-Neuenburg-Pontarlier. Die Tagesleistung betrug dabei 369 km. Am Samstag wurde die Tour eines kleinen roten Pfeils geführt. Sonntags wurde er gelegentlich für den Gesellschaftsverkehr eingesetzt. Im September 1962 musste der Zug mit angerissenen Zahnrädern abgestellt werden, blieb aber als Ersatzteilspender erhalten.

Der Re 8/12 502 wurde ab 1939 vor allem im Gesellschaftsverkehr eingesetzt, da er wegen der beschränkten Sitzplatzkapazität im hochwertigen Planverkehr nicht geeignet war. Er war bis 1946 dem Depot Rorschach zugeteilt, anschliessend dem Depot Lausanne.
Die Tagesleistungen sanken in den Jahren 1951/1952 auf ca. 200 km. Diese umfassten den Eilzug 961 Lausanne-Lyss und den Personenzug 1574 Lyss-Lausanne.

1952 erfolgte die Umteilung zum Depot Winterthur. Der Zug führte zwei Eilzugpaare nach Basel und ein Personenzugpaar nach Etzwilen (540 km pro Tag).

Am 13.8.61 geriet der Zug in Brand. Auch von diesem Zug musste ein ausgebrannter Triebkopf abgebrochen werden. Der Steuerwagen des zweiteiligen Zuges wurde wieder zu einem Zwischenwagen zurück umgebaut und zusammen mit den beiden verbliebenen Wagen des 501 entstand der nun vierteilige RABDe 8/16, der im Jahre 1964 wieder in Betrieb kam.

Sein täglicher Umlauf mit einer Tagesleistung von über 600 km begann morgens um 5 Uhr und führte über folgende Orte:
Stein-Säckingen – Basel – Winterthur –Etzwilen – Winterthur – Basel – Stein – Basel – Winterthur – Basel – Stein-Säckingen. Der Umlauf endete um 23.30 Uhr. Dieser Umlauf blieb bis Ende 1967, als der Zug mit einigen defekten Fahrmotoren in die HW Zürich gebracht wurde. Auch andere Komponenten verursachten mehr und mehr Störungen. Besonders die automatischen Türen bereiteten Sorgen, da der Zug – auch im Winter – immer im Freien abgestellt wurde. Die Reparatur- und Sanierungsarbeiten hätten einen zu grossen Aufwand für einen Einzelgänger bedeutet, so dass der Zug im Juni 1968 ausser Betrieb genommen wurde. Teile, die einer weiteren Verwendung zugeführt werden konnten, wurden durch die Hauptwerkstätte Zürich ausgebaut.
Den anschliessenden Abbruch erledigte die HW Chur.



Die Modelle

Um es vorweg zu nehmen: die Recherchierarbeiten waren sehr aufwändig, existierten doch nur sehr wenige aussagekräftige Aufnahmen und Pläne, die für die Umsetzung ins Modell nötig sind. Wir danken Herrn Heinz Russenberger für seine Unterstützung in dieser Phase.
Die im Laufe der Betriebszeit immer wieder vorgenommenen Anpassungen wurden so genau wie möglich nachempfunden.
So ist ein insgesamt 8 Varianten umfassendes Angebot entstanden:

3teilig:
-Beide Züge im Ablieferungszustand, Epoche IIc (Re 8/12 501 und 502)
-Zug RBCFe 8/12 691, Epoche IIIa
-Zug RABFe 8/12 1041, mit grauer Schürze, Epoche IIIa

2teilig:
-Zug Re 4/8 311, Epoche IIc
-Zug RABFe 4/8 671, Epoche IIIa
-Zug RABFe 4/8 1031, mit grauer Schürze, Epoche IIIa

4teilig:
-Zug RABDe 8/16 1041, ohne graue Schürze, mit gelber Beschriftung, Epoche IIIa

Der Tatzelwurm ist eine Gemeinschaftsproduktion von Mowiform und Hui Modellbau.
Die Gehäuse entstanden in der bewährten Kunststoffguss-Methode und sind mit vielen Aetz- und Gussteilen aus Messing fein detailliert, epochengerecht lackiert und beschriftet.
Die Züge sind serienmässig mit Inneneinrichtung, Innenbeleuchtung, in Fahrtrichtung wechselnder Stirnbeleuchtung rot/weiss, beides in LED-Technik, ausgestattet und haben Digitalvorbereitung (8pol-Schnittstelle).
Der Antrieb erfolgt über ein Drehgestell, mit Faulhabermotor ausgerüstet und gibt dem Zug beste Laufeigenschaften. Die Laufdrehgestelle nehmen durch geteilte Achsen und Metall- drehgestellblenden von jedem Rad Strom ab, ohne Schleifer.
Die einzelnen Wagen werden mittels spezieller Kuppelstangen miteinander verbunden und die Wagenübergänge aus weichem Stoff ermöglichen auch in engen Kurvenfahrten ein geschlossenes Zugsbild. Beachten Sie dazu die beigelegte Anleitung.